Mittwoch, 9. Juni 2010

Die Abreise ist gekommen

Nach nun fast 4 Wochen ist für uns jetzt wieder die Rückreise nach Deutschland angesagt. Es geht erst noch nach Hannover, wo Helgas Vater seinen 80. Geburtstag feiert und ab nächsten Dienstag unterrichten wir dann wieder in München.

Bis bald im El Duende ...

Milonga JR, Asado, Porteño y Bailarin und Canning

Am Samstag waren wir wieder im La National, dieses Mal in der Milonga JR, die schon relativ früh - um 20 Uhr - anfängt. Auf dem Foto sieht man den Eingangsbereich dieser Milonga. Ab Mitternacht wurde es dann erstaunlich voll und so gegen 1 Uhr sind wir auch gefahren, denn am Sonntag hatten wir eine Einladung zum Asado und mussten deshalb früh aufstehen.

Das Asado fand im Haus der Eltern von Esteban (meinem Spanischlehrer in München) in Banfield, einem Vorort von Buenos Aires, statt. Auch Estebans Bruder war mit Frau und den drei Kindern beim Asado dabei. Später zum Kaffee kamen noch Nachbarn - ehemalige Deutsche - dazu. Am frühen Abend sind wir dann mit dem Zug und Subte zurück in unser Apartment gefahren. Es war ein sehr netter Tag und zum Abschluss sind wir dann noch ins Porteño y Bailarin zum Tanzen gefahren.

Montag haben wir tagsüber einige letzte Einkäufe getätigt und Helga war noch einmal in der Frauentechnik-Klasse bei Virginia in der Schule von Carlos Copello. Christian hat sich in der Zeit an der Bar mit Carlos Copello angeregt unterhalten. Später trafen wir uns noch ein letztes Mal mit Mario, Laura und Emiliano auf ein Glas Wein und Empanadas in Lauras Apartment.

Am Dienstag - unserem letzten Tag hier in Buenos Aires - konnten wir noch die bestellten Babuchas von TangoModa abholen. Wir waren auch noch eine Weile bei der monatlichen Party von TangoModa dabei, aber um 22 Uhr haben wir uns dann verabschiedet. Wir hatten noch eine Verabredung im Canning mit Javier und Michaela, einem Tangolehrerpaar hier in Buenos Aires. Heute um 17 Uhr wird uns Nestor wieder abholen und zum Flughafen fahren. Vier Wochen Buenos Aires gehen halt sehr schnell vorbei...

Samstag, 5. Juni 2010

Milonga10, Soho Tango und Sin Rumbo

Im Bien Porteño haben wir am Montag zufällig Jorge Arias von TangoModa wiedergetroffen. Wir können hoffentlich einige Babuchas von ihm mit nach München mitbringen, denn er wird auch nächste Woche wieder in Europa unterwegs sein.

Am Abend waren wir beide noch mal bei der Frauentechnik in der Tangoschule von Carlos Copello bei Virginia Pandolfi. Ihr Unterricht gefällt mir sehr gut. Die Gruppen sind im Moment auch nicht so voll! Virginia wird jetzt nicht mehr mit Fabian Peralta tanzen!

Nach dem Abendessen sind wir dann wieder ins Canning gefahren, wo noch einmal Unitango spielte. Zur Zeit sind wenig Touristen in Buenos Aires, aber hier haben wir doch jemanden aus München getroffen.

Am Dienstag sind wir in die Milonga10 gegangen, die in der gleichen Location wie die Milonga8 stattfindet, nämlich im Club El Fulgor de Villa Crespo organisiert von Hug(8). Hier hat Ariadna Naveira später in ihren Geburtstag gefeiert. Es war heute einige Prominenz anwesend und ab Mitternacht war es dann auch sehr voll. Auf dem Foto tanzt Ariadna mit Greta Hekier ihren Geburtstags-Vals.

In Buenos Aires sind wir immer sehr viel zu Fuß unterwegs. So sind wir hier im Stadtteil Collegiales auf dieses kleine Restaurant "Duendes" getroffen.
Mittwoch ist ein Tag mit recht wenig Milonga-Auswahl in Buenos Aires. Wir sind noch einmal ins El Beso gefahren und sind bis fast zum Schluss geblieben. Das hat zur Folge, dass wir hier selten vor mittags aufstehen.

Am Donnerstag war dann Soho Tango in der Villa Malcom angesagt, wo wir in unseren Hochzeitstag hineingefeiert haben. Kurz vor ein Uhr sollten wir dort vortanzen. Wir haben uns für zwei Tangos (Corazón von Di Sarli und Trago Amargo von D'Arienzo) entschieden. Die Milonga war im Gegensatz zu letzter Woche ausserordentlich gut besucht.

Bisher waren wir noch nie im Club Sin Rumbo, der etwas ausserhalb in der Villa Urquiza liegt. Am Freitag wollten wir das dann nachholen. Wir waren wohl die einzigen Nicht-Argentinier in dieser Milonga. Es geht - wie auch im Club Sunderland - hier sehr familiär zu und wir wurden vom Organisator Julio Dupláa und seiner Frau sehr herzlich begrüsst. Auch hier gab es wieder einen Showtanz ...

Montag, 31. Mai 2010

Defensa und Milonga "Loaca!"

Nachdem es am Samstag wieder geregnet hatte, erwachten wir am Sonntag bei stahlendem Sonnenschein, aber auch nur bei einer Temperatur von 16 Grad. Wie bei jedem unserer Aufenthalte in Buenos Aires ist es Pflicht, einen Sonntag in die Calle Defensa und den Plaza Dorrego zu gehen. Hier kann man Antiquitäten und sonstigen Trödel kaufen, Akteuren und Musikern zuschauen und zuhören. Einiges hat sich hier inzwischen geändert - weniger Stände und die Tangovorführungen vom "El Indio" gab es nicht mehr. Ausserdem war es aussergewöhnlich leer für das schöne Wetter - das liegt wohl an der Jahreszeit - wir sind wirklich nicht in der Hochsaison hier. Wie man auf dem Bild sieht, sind auch wir in Buenos Aires vertreten :-)

Abends sind wir dann in die Milonga "Loca!" im Chalmers Club in der Calle Niceto Vega gefahren - eine sehr schöne, neue Lokation. Hier tanzt die Jugend auf klassische Tangomusik. Das Tanzniveau ist sehr hoch - es wird aber wild durcheinander getanzt. Vergleichbar ist diese Milonga mit der PraktikaX, Milonga8 und Villa Malcom. Gegen Mitternacht wurde es hier dann auch voll. Bislang haben wir hier in Buenos Aires Tango Nuevo nur als Cortina oder in den Strassen aus den Musikläden für Touristen gehört. Auch ist es uns nicht gelungen, den derzeitigen Boom von Tango und Contactimprovisation hier irgendwo zu finden - aber Buenos Aires ist ja eine sehr grosse Stadt ...

Samstag, 29. Mai 2010

Einladung zum Asado

Diesen Freitag Abend wollten wir eigentlich zusammen mit Mario und Laura in die "La Baldosa" fahren. Dort waren wir noch nie. Mario bekam jedoch kurzfristig einen Termin am Samstag Vormittag ausserhalb von Buenos Aires und wollte deshalb nicht so lange weggehen. Wir sind um 22 Uhr also nur zum geplanten Asado in der Nähe vom Luna Llena gefahren. Es gab jede Menge Fleisch und alles war sehr lecker.

Freitag, 28. Mai 2010

El Beso, Porteño y Bailarin, National, Nuevo Chique und Soho Tango

Am Dienstag Abend haben wir im "El Beso" zu tanzen begonnen. Die Milonga fängt schon um 18 Uhr an, endet gegen 1 Uhr und war nicht so gut besucht. Es wurden aussergewöhnlich viele Salsa, Rock und auch eine Chacarera Tanda gespielt. Der DJ legte ziemlich chaotisch auf und hat sich nicht an die üblichen Regeln für die Reihenfolge der Musik gehalten. Während der 200 Jahrfeier wird hier in jeder Milonga die argentinische Nationalhymne gespielt, zu der jeder aufsteht und die Argentinier alle ganz stolz mitsingen. Kurz nach 11 Uhr sind wir dann noch ins Porteño y Bailarin gewechselt, wo es nach Mitternacht auch etwas voller wurde. Auch hier wurde wieder die Nationalhymne gespielt. Wir sind dann aber schon vor dem Showtanz um 2 Uhr wieder ins Apartment zurückgefahren. Nachdem wir hier in Buenos Aires viel zu Fuß unterwegs sind und abends viel zum Tanzen gehen, machen sich die Füße doch irgendwann bemerkbar....

Am Mittwoch - dem letzten Tag der 200 Jahrfeier auf der 9 de Julio - war dann Ausnahmezustand in Buenos Aires. Alle öffentlichen Transportmittel waren heute kostenlos und dementsprechend voll waren sie auch. Eine Ölsardine hat mehr Platz in ihrer Büchse! Auf der 9 de Julio waren sicherlich mehr als 1 Million Leute eng aneinandergedrängt unterwegs - also nichts für uns. Wir waren zwar dort, aber lang haben wir es dort nicht ausgehalten.

Abends sind wir dann wieder ins National zur Milonga "Mi Refugio" gefahren, die leider das letzte Mal stattfand. Wir wollten gegen 1 Uhr gehen, um noch in eine andere Milonga zu fahren, aber der Veranstalter konnte überhaupt nicht verstehen, dass wir vor der Live Musik gehen wollten. Er musste uns nicht lange überreden und so blieben wir dann doch noch. Das Sexteto Unitango hat sich aber auch gelohnt - die haben wunderschön gespielt und der Sänger war super. Wie in fast allen Milongas hier, war es nur zu laut.

Am Donnerstag Nachmittag waren wir kurz im neuen DNI Studio in der Bulnes 1011, wo noch kräftig renoviert wird. Der Shop ist hier um einiges größer geworden, als er in den alten Räumlichkeiten war. Ausser Pablo und Dana ist nun kein anderes Lehrerpaar mehr von der "alten Garde" hier im DNI, die wir in 2007 kennengelernt hatten. Als wir in 2008 wieder hier waren, sind die ersten beiden Paare ja schon nicht mehr dabei gewesen. Nach dem DNI-Besuch haben wir noch einen kurzen Abstecher in den Club de Tango gemacht, wo man alles über Tango kaufen kann: Bücher, CD's, Noten, Poster, etc. - aber viel hat sich hier seit unserem letzten Besuch nicht geändert.

In der San Juan in der Nähe der Rivadavia ist donnerstags die Nachmittags Milonga "Nuevo Chique", die gegen 19 Uhr dann sehr gut besucht war. Die vorwiegend älteren Tänzer kennen sich alle untereinander - wir waren wahrscheinlich die einzigen Nichtargentinier auf dieser Milonga.

Abends ging es dann noch in die Villa Malcom, wo wir noch die letzten Züge des Unterrichts von "Soho Tango" mitbekamen, weil unser Bus dieses Mal eine viel kürzere Strecke gefahren ist, als wir sie kannten, und wir deshalb in knapp 15 Minuten dort ankamen. Dort tanzen vorwiegend junge Leute zu klassischer Musik. Mario Bournissen fragte uns, ob wir nächste Woche in seiner Milonga nicht vortanzen möchten. Wir freuen uns schon darauf ...

Dienstag, 25. Mai 2010

Sunderland und Gricel

Am Samstagabend trafen wir uns noch einmal mit Oscar, Paola und deren beiden Kindern im Club Sunderland. Obwohl wir erst nach 23 Uhr eintrafen, tanzte noch niemand und es waren wenig Leute da. Das erste Paar fing schließlich kurz vor Mitternacht zu tanzen an. Man sieht auf dem Foto, dass es auch während des Showtanzes so gegen 2 Uhr nicht wirklich voll war, wie wir es noch aus den anderen Jahren kennen.

Wie in einigen anderen Milongas auch, gibt es im Sunderland ebenfalls ab und zu eine Rock- oder Salsa-Tanda und auch Oscar und Paola tanzen nicht nur Tango ...

Am Sonntag war dann ab Mittag Regen angesagt - am Abend war es dann so schlimm, dass wir im Apartment geblieben sind, nachdem wir fast eine Stunde versucht hatten, ein Taxi zu bekommen. Wir hatten eine Geburtstagseinladung... Im TV sahen wir dann, dass etliche Strassen überflutet und wegen Hochwasser gesperrt waren. So etwas haben wir hier noch nie erlebt, aber wir kannten das schon von Erzählungen und Fotos.

Am Montag war es dann wieder warm und auch die Sonne ließ sich ab und zu sehen. Wir sind gegen Mittag ins Zentrum gefahren, um auch ein wenig an der 200 Jahrfeier Argentiniens teilzunehmen und wir waren da nicht die Einzigen ... Zu dem Zeitpunkt, als wir am Obelisken waren, gab es gerade Karavanen von Oldtimern und Oldtimer-Bussen. Die waren richtig gut herausgeputzt!







Abends sollten wir dann noch ins Gricel kommen, weil Deby dort ihren Geburtstag feiern wollte. Wir sind um 23 Uhr nur reingekommen, weil wir eine Einladung von ihr hatten und die Plätze reserviert waren. Hier am Geburtstagstisch trafen wir dann auch Ricarda vom Luna Llena - das war eine Überraschung. Da am Dienstag hier ein Feiertag ist, war das Gricel so richtig voll. Aber auch im Salon Canning soll es gesteckt voll gewesen sein. Nach 3 Uhr hat es uns dann auch gereicht und wir sind mit dem Bus nach Haus gefahren. Mal schauen, was uns heute in der City erwartet, denn alle öffentlichen Verkehrsmittel sind heute frei...

Samstag, 22. Mai 2010

Niño Bien und Salon Canning

Am Donnerstag musste erst einmal einiger "Bürokram" und Telefonate erledigt werden, bevor wir in die Innenstadt gefahren sind. Für die Rückfahrt haben wir das erste Mal den Zug von Retiro genommen, denn unsere Haltestelle liegt von unserem Apartment nur 5 Minuten zu Fuß. Abends trafen wir uns erst mit Deby, einer Amerikanerin, die seit ca. 6 Jahren hier in Buenos Aires lebt und einen interessanten Blog schreibt. Sie besitzt ein Apartment im 17. Stock in der Nähe des Plaza Italia, und vermietet auch zwei Zimmer. Vom Balkon aus hat sie eine tolle Aussicht auf die Stadt. Hier ein Foto, geschossen nachts um 22 Uhr. Später sind wir zusammen ins Niño Bien mit dem Bus gefahren. So leer haben wir es dort noch nie erlebt, obwohl es sich später doch noch mehr füllte. Wie uns gestern jemand erzählte, muss es den Donnerstag davor noch viel leerer gewesen sein. Jedenfalls trafen wir dort wieder einige "alte Bekannte". Um 3 Uhr waren die meisten Gäste schon gegangen und wir machten uns auch auf den Heimweg.

Am Freitag sind wir mittags wieder mit dem Zug 3 Stationen nach Retiro gefahren - das geht schneller als mit der Subte. Zuerst sind wir ins Bien Porteno und später dann zu Tango Moda in den Palacio Barolo gefahren, um zu schauen, was sie grad für Tangokleidung vorrätig haben. Die 9 de Julio war dort über eine weite Strecke gesperrt und die Arbeiten für die 200 Jahrfeier Argentiniens, die gestern Abend startete und bis 25.5. geht, lag in den letzten Zügen.

Abends sind wir dann in den Salon Canning gefahren. Wir waren etwas zu früh dort und konnten deshalb Oscar Casas beim Unterricht vor der Milonga zuschauen.

Bis zu den Showtänzen waren längst nicht alle Tische belegt, aber später füllte es sich doch noch. Vorgetanzt hatten Demián García y Noelia Soldera und Ernesto Balmaceda y Stella Báez.

Donnerstag, 20. Mai 2010

Buenos Aires 2010 vom 17. Mai bis 9. Juni

Am Montagmorgen, den 17. Mai 2010, ging es - viel zu früh für uns - wieder los. Unser Flieger nach Frankfurt startete in München schon um 6:05 Uhr und deshalb mussten wir um kurz nach 4 Uhr bei uns losfahren. Helga hatte die Nacht keine 2 Stunden geschlafen, da sie nach unserem Kurs am Sonntag auch noch die Koffer fertig packen musste. In Frankfurt hatten wir dann 3 Stunden Aufenthalt, bis endlich der Flieger nach Buenos Aires startete. Zum Glück hatte uns die Aschewolke keinen Strich durch die Rechnung gemacht!

14 Stunden Non-Stop von Frankfurt nach Buenos Aires sind schon eine ziemlich lange Zeit. Um 19 Uhr Ortszeit sind wir dann pünktlich in Argentinien ohne besondere Vorfälle im Flieger gelandet. Wir hatten schon des Öfteren Notfälle auf dieser langen Strecke!

In Buenos Aires erwarteten uns am Flughafen unser Taxifahrer Nestor und Henriette, die uns zu unserem Apartment fuhren. Eigentlich wollten wir ja noch tanzen gehen, aber wir waren dann doch zu kaputt nach den letzten stressigen Tagen in München ohne ausreichendem Schlaf. Wir wohnen dieses Mal in einem sehr schönen Apartment in Colegiales gleich neben Palermo Hollywood. Hier in der Nähe wohnten wir schon 2004 und 2005 in einem Tangohotel.

Am Dienstag sollte unser erster Kauf eine SIM Karte für das Handy sein und da wir schon in der Nähe von einigen Schuhläden waren, haben wir uns dort auch gleich mal umgeschaut. Bei Sonnenschein und 24° C hatten wir dann in der Nähe vom Obelisken einen Kaffee genossen und die Hektik an uns vorbeistreifen lassen ....herrlich!














Abends trafen wir uns dann mit Oscar, Paola, Sofia und Franco zum Essen. Sofia brachte sogar ihre Tanzschuhe mit, weil sie hoffte, dass wir alle nach dem Essen noch zum Tanzen gehen würden. Sie wurde dann aber bald müde und schlief im Kinderwagen vom Franco ein. Franco mit seinen 1 1/2 Jahren war dagegen putzmunter! Nachdem wir uns um 1.30 Uhr verabschiedet hatten, gingen wir nun das erste Mal ins Porteño y Bailarin zum Tanzen. Es war überraschend leer und so gegen halb 3 waren fast alle TänzerInnen gegangen. Wir fuhren dann auch in unser Apartment zurück - der erste Tag in Buenos Aires war nun schon vorüber.

Am Mittwoch haben wir die nächsten Schuhläden besucht, wo ich nicht widerstehen konnte. Seit letztem Jahr gibt es einen neuen Schuhladen: Taconeando, von dem ich begeistert bin. Hier nun das Ergebnis nach 2 Tagen Buenos Aires in einigen Schuhläden.

Im "La Nacional" gibt es seit einiger Zeit wieder einige Milongas. Wir waren dort das letzte Mal in 2007 und kurz darauf wurde die Milonga dann auch für längere Zeit geschlossen. Inzwischen haben sich dort aber wieder einige Milongas etabliert. Gestern sind wir jedenfalls in die Milonga "Mi Refugio", die organisiert wird von Atilio Veron, gefahren. Es war nicht voll, aber gut besucht. Einige alte Bekannte trafen wir dort und auch Atilio begrüßte uns sehr herzlich wieder.
Kurz nach Mitternacht sind wir dann noch ins "El Beso" gewechselt. Auch dort war es nicht so voll, wie wir es noch aus den letzten Jahren kennen. El Flaco Dani war natürlich auch dort. Inzwischen geht es ihm nach seiner Hüft-Operation wieder besser und kann das eine oder andere Tänzchen wieder machen. Aber richtig fit ist er noch nicht! Ab 2 Uhr wurde es dort auch merklich leerer und so machten wir uns dann auch auf den Heimweg. Das 'Monatsende' merkt man den Portenos jetzt schon in der Mitte des Monats an. Sie müssen mit ihrem Geld bis Ende des Monats haushalten und können deshalb nicht mehr so viel weggehen - egeal ob in Milongas oder ins Restaurant zum Essen. Die Eintrittspreise in die Milongas liegen um die 20 Peso, was für die Portenos enorm ist!
Bis jetzt hatten wir immer Glück mit unseren Taxifahrern: keiner versuchte, mit uns nachts spazierenzufahren und jeder brachte uns auf dem kürzesten Weg zu unserem Apartment.

Sonntag, 8. November 2009

7. Nov. 2009 - Rückreise nach München

Die Woche war wieder viel zu schnell vorbei. Nach 2 weiteren Tagen mit 2 x Unterricht und mehreren Privatstunden haben wir im La Rogaia insgesamt 15 Stunden Gruppen- und 8 Privatstunden gegeben. An 6 Abenden haben wir Milongas im La Rogaia veranstaltet.

Hier noch mal die gesamte Gruppe.


Am letzten Abend noch einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Donnerstag, 5. November 2009

4. Nov 2009 - Castiglione del Lago

Da am Mittwoch der Unterricht erst um 18 Uhr anfing, haben wir in der freien Zeit einen Abstecher nach Castiglione del Lago gemacht. Die Festung war leider geschlossen - die Saison ist vorbei ...



Es gibt mittwochs zwar in Perugia eine Practica, jedoch hatte nach Kurs und Abendessen nur ein Paar Lust da hinzufahren und so haben wir die Milonga wieder im La Rogaia veranstaltet.

Mittwoch, 4. November 2009

3. Nov. 2009 - Unterricht in La Rogaia

Montag und Dienstag unterrichteten wir jeweils 1,5 Stunden am Vormittag und noch einmal am Abend und nach dem hervorragenden Abendessen wurde in La Rogaia bis spät in die Nacht getanzt. Nachdem es den ganzen Montag über geregnet hatte und am Abend die Sichtweiten teilweise unter 20m waren, war am Dienstagmorgen wieder strahlender Sonnenschein. Ein Teil der Paare zog es deshalb auch vor, draußen auf der Terrasse zu tanzen, die anderen Paare blieben im Tanzraum. Am Dienstagabend wurde noch ein Geburtstag gefeiert inklusive dem üblichen Geburtstagsvals.

Sonntag, 1. November 2009

31. Okt 2009 - Tango-Reise in die Villa Rogaia in Italien

Nach nur 7-stündiger Autofahrt mit nur sehr wenig Verkehr sind wir am Samstag um 18 Uhr in der Villa Rogaia angekommen. Die letzten 2 Kilometer bei Dämmerung waren ein echtes Abenteuer, insbesondere wenn auf dem 1-spurigen Schotterweg einem noch ein Auto entgegenkommt. Nach dem Abendessen und einer recht kurzen Milonga ging es dann zeitig ins Bett. Die lange Autofahrt war jedem anzumerken. Da wir selbst nicht in der Villa Rogaia wohnen, sondern im Umbria guesthouse in Castel Rigone, müssen wir den Schotterweg in der kommenden Woche wohl des Öfteren fahren ...


Am Sonntagmorgen dann strahlender Sonnenschein. Gefrühstückt wird draußen auf der Terrasse. Nach dem Frühstück sind wir dann nach Perugia gefahren. Perugia hat eine wunderschöne Altstadt, in der sonntags dann auch die Hölle los ist.

Sonntag abend um 18 Uhr fingen wir dann mit dem Unterricht an. Das Abendessen ist vorzüglich und die Köchin kocht nach dem Motto "7 Kilo in 7 Tagen". Nach dem Essen sind wir dann noch nach Perugia in die sonntägliche Milonga im Hotel Gió gefahren. Im Eintritt von 7 € waren sogar alle Getränke und diverse Knabbereien beinhaltet. Es erwartete uns eine sehr freundliche Atmosphäre und sowohl die Italiener, wie auch die Italienerinnen waren offen, mit uns Fremden zu tanzen. Weil wir erst relativ spät ankamen, wurde die Milonga extra für uns eine halbe Stunde verlängert. Ein sehr schöner Abend, der erst um 3.00 Uhr morgens zu Ende war...

Montag, 21. September 2009

Fr., 18. Sep bis So., 20. Sep 2009 - Festivalito con Amigos

Leider hatte ich von Freitag bis Montagnachmittag keinen Internetzugang, deshalb erst jetzt unser Kurzbericht.

Freitagmorgen fuhren wir mit dem Auto nach Saarbrücken zum "Festivalito con Amigos", sind dort nach 5 Stunden Fahrt angekommen und konnten in unser Hotel einchecken. Zum Glück gab es noch ein einziges freies, ruhiges Zimmer nach hinten raus...

Am Abend dann ab 21:00 Uhr die "La Milonguita" Milonga, die in einem relativ kleinen Studio stattfand. Trotzdem hatten die über 80 Gäste genügend Platz zum Tanzen. Es wurde sehr rücksichtsvoll getanzt, das Niveau war supergut und es waren ausschließlich Tango de Salón Tänzer dort - wie erwartet! Die Anwohner waren auch sehr tolerant - die Fenster konnten bis 2 Uhr in der Früh geöffnet bleiben, ohne daß sich jemand beschwerte. DJ war Philippe Gonella.

Am Samstagabend dann die Milonga "El Grande Bal" in der Johanneskirche, ein wunderschöner Rahmen für eine Tangoveranstaltung. Insgesamt kamen über 250 Gäste aus 10 verschiedenen Ländern angereist - getanzt wurde bis nach 3 Uhr morgens. DJ war Thorsten Zörner.











Am Sonntag dann zum Abschluß eine Milonga im "Bootshaus" Ruderclub Saar von Saarbrücken, wo sich wieder über 80 Tänzer einfanden. DJ war Uwe Willié.

Fazit: 3 Tage Tango Musik und Tanzen vom Feinsten ...

Sonntag, 14. September 2008

Wieder Zuhause - Sa., 13. Sep

Am Freitag um 16 Uhr holte uns Dante, unserer Taxifahrer, vom Apartment ab und es geht nach über 6 Wochen in Buenos Aires zurück nach Deutschland.

Nach 12 1/2 Stunden Flug von Buenos Aires nach Frankfurt und einer weiteren 1/2 Stunde von Frankfurt nach München kommen wir am Samstag kurz nach 17 Uhr in München an. Unsere Tochter Verena erwartet uns schon und fährt uns nach Hause. Heute ist unser erster Tag seit 7 Wochen, an dem wir mal nicht zum Tanzen gehen :-)

Freitag, 12. September 2008

Villa Malcom - Do., 11. Sep

Heute Mittag waren wir noch einmal bei Rick und Alej in ihrem Haus in Palermo eingeladen, um uns von ihnen zu verabschieden. Die beiden besitzen dort im obersten Stockwerk einen großen Tanzraum, der ca. 30 qm groß ist und wenn man die Glastüren öffnet, kann man auf der Dachterrasse weitertanzen.

Abends in der Villa Malcom - auch hier wollten wir uns noch von einigen Leuten verabschieden - war dann für uns überraschend ein kostümiertes Tangofest. Dort trafen wir auch Henriette aus München, die jetzt für ein Jahr in Südamerika unterwegs sein wird und nun erst einmal in Buenos Aires bleibt. Vorgetanzt haben heute Silvio Grand und Mayra Galante, die einige sicher noch aus München kennen, da sie in diesem Jahr schon bei Laura unterrichtet hatten.

Eugenia feierte auch noch ihren Geburtstag nach, so dass es noch einen Geburtstagstango für sie mit verschiedenen Männern gab.

Das war unser letzter Abend in Buenos Aires. Wir hatten hier wieder eine sehr schöne Zeit. Morgen abend geht dann unser Flieger nach Deutschland und die Wirklichkeit hat uns wieder. Wir haben jetzt in den letzten 5 Jahren ca. ein halbes Jahr hier in Buenos Aires verbracht und jede Nacht in den Milongas getanzt.

Donnerstag, 11. September 2008

Centro Region Leonesa - Mi., 10. Sep

Was könnte sich hinter der linken, offenen Tür wohl verbergen? Richtig, hier in der Jufre 160, so ca. 100 Meter von unserem Apartment entfernt, befindet sich die Academia Dinzel. Wenn man den ca. 20 m langen Flur entlanggeht und dann rechts abbiegt, gelangt man in ein winziges Patio. Von dort gelangt man in zwei ca. 15 qm große Räume. In dem rechten Raum wird getanzt und im linken Raum doziert ab und zu der kettenrauchende Maestro über Tango. Als wir dort waren, tanzten/trainierten dort 4 Paare in dem Raum und im Patio saßen noch einige - hauptsächlich junge Leute - herum. Es gibt übrigens eine ganze Reihe von guten Tänzern, die Rodolfo "Cacho" Dinzel für Privatstunden empfehlen.

Mittags sind wir wieder im Bien Porteño gewesen und trafen noch einmal Armando Orzuza, haben uns unterhalten und ein wenig getanzt. Armando wohnt und unterrichtet zur Zeit in Siena in der Toskana, würde aber gern wieder zurück nach Buenos Aires kommen.

Die Milonga im "Centro Region Leonesa" war dieses Mal ziemlich voll und es waren wie immer sehr viele gute Tänzer da. Abendessen gab es dann im Hermanns, das sich in der Armenia Ecke Güemes befindet - ein deutsches Restaurant, wo man auch Bockwurst und Sauerkraut als Spezialität bekommen kann. Wir hatten uns aber für ein Steak entschieden, denn deutsches Essen bekommen wir ab übermorgen wieder :-)

Mittwoch, 10. September 2008

Sentimental y Coqueta - Di., 9. Sep

Hier in Buenos Aires gibt es unheimlich viele Schrottautos, die auf den Straßen herumstehen und teilweise auch noch gefahren werden. Ich habe schon eine gute Sammlung von Photos - die Argentinier schauen immer sehr verwundert, wenn ich die photographiere.

Am Nachmittag sind wir in Palermo unterwegs gewesen. Palermo ist das Künstlerviertel von Buenos Aires und es gibt viele witzige, ausgefallene Geschäfte. Gegessen haben wir wieder in dem urigen Restaurant / Einkaufsladen an der Ecke von Guatemala und Serrano. Nun wissen wir auch den Namen: El Preferido de Palermo.

Um 20.00 Uhr waren wir dann im "Sentimental y Coqueta" in der Maipú 444. Die Milonga wird auch von Atilio Verón organisiert, der ebenfalls die Milonga organisiert, auf der wir gestern waren "Mi Refugio". Das war nun die beste Milonga, die wir besucht hatten. Supermusik von Carlos Rey und supergute Tänzer. Als wir kamen war es schon relativ voll und es kamen auch immer noch mehr Leute. Auf der relativ kleinen Tanzfläche waren teilweise mehr als 40 Paare. Bis ca. 22.30 Uhr war es wirklich sehr voll, aber dann wurden es merklich weniger TänzerInnen und um 0.30 Uhr schließt wohl auch diese Milonga. Atilio ist jedenfalls mit uns um kurz vor halb eins gegangen.

Dienstag, 9. September 2008

Bien Porteño y Mi Refugio - Mo., 8. Sep

Weil unser Kühlschrank gähnend leer war, sind wir ins Bien Porteño zum Frühstücken gefahren, was für mich dann doch eher ein Mittagessen war - Kartoffelauflauf mit Hackfleisch. Ein anderes Paar war auch noch zum Üben hier und wir haben dann ebenfalls noch ein wenig getanzt. Heute war noch jemand hier, der CD's auflegte. Diesen DJ fragte ich dann irgendwann, ob er auch tanzen würde. Wie sich dann im Gespräch herausstellte, war das Armando Orzuza, der seit 1991 als professioneller Tangotänzer unterwegs ist und in Filmen wie Evita und Assassination Tango und in allen möglichen Tangoshows mitgewirkt hat.... Hier auf dem Poster vom Bien Porteño ist er auch zu sehen.

Um 14.00 Uhr hatten wir einen Termin bei TangoModa gleich um die Ecke. Wir haben dort dann noch einige Sachen zum Mitnehmen ausgesucht.

Am frühen Abend sind wir dann noch ein letztes Mal in die "Mi Refugia" Milonga gefahren, die heute bis um kurz nach 21.00 Uhr nicht so voll war. Es waren vielleicht so ca. 100 TänzerInnen hier, und das ist für die Größe des Saales nicht besonders viel. Inzwischen werden wir hier auch schon von dem DJ, den Bedienungen, den Organisatoren und einer ganzen Reihe von Tangotänzern begrüßt - man trifft die gleichen Leute überall und immer wieder ...

Noch eine kleine Anmerkung zu DJs. Hier in Buenos Aires ist den meisten Tänzern die Musik viel wichtiger als der Ort. So folgen viele einfach ihren Lieblings DJs von einer Milonga zur anderen. Gefragte DJs sind z. B. Dany Borelli (Lo de Celia, Chiqué), der auch mein Favorit ist, Mario Orlando (Club Sunderland, Niño Bien) und Carlos Rey (Mi Refugio, Cachirulo), der gut aber viel zu laut auflegt. Die legen hier 7 Tage die Woche in verschiedenen Milongas auf - klassisch versteht sich. Tango Nuevo gibt es hier in den Milongas von Buenos Aires nicht mehr.